Ein regelmässiger Glücksboost!

Januar 27, 2026

Ein regelmässiger Glücksboost!

Erstveröffentlichung: 7. Januar 2019 · Aktualisiert: 27. Januar 2026

 

Du rennst die Strasse entlang, rempelst Menschen an und sagst gefühlt hundertmal «Entschuldigung». Der Schweiss läuft dir den Rücken runter, dein Herz schlägt schnell. Ein langer Arbeitstag liegt hinter dir und du willst nur noch diesen Zug erwischen, dich hinsetzen, den Kopf anlehnen und kurz zur Ruhe kommen.

Und dann: Glück gehabt. Du schaffst es im letzten Moment in den Wagen, der Zug setzt sich in Bewegung. Und noch besser, du entdeckst einen freien Sitzplatz an der Seite. Halleluja. Du bist ausser Atem und verschwitzt, aber egal. Da ist ein Platz. Für dich.

An der nächsten Station hält der Zug erneut. Eine ältere Frau steigt ein. Sie schaut sich um, doch alle Sitzplätze sind besetzt. Langsam dreht sie sich um, um zurück in den Stehbereich zwischen den Wagen zu gehen. Aber du bist schneller. Ohne nachzudenken stehst du auf, tippst ihr sanft auf die Schulter und zeigst auf den Platz, den du gerade freigemacht hast.

Sie lächelt. Ein ehrliches, dankbares Lächeln. Eure Blicke treffen sich für einen Moment und plötzlich ist es egal, wie müde oder ausgelaugt du dich noch vor Sekunden gefühlt hast. Diese kleine Geste verändert etwas. Du fühlst dich grossartig. Auch mit Schweiss auf der Stirn.

Wäre es nicht schön, dieses Gefühl öfter zu haben?

Warum kleine Momente gerade jetzt so wichtig sind

Kaum schaltet man den Fernseher ein oder öffnet eine Zeitung, ohne mit negativen Schlagzeilen konfrontiert zu werden. Das wiegt schwer. Und ja, es macht traurig.

Manchmal fühlt es sich an, als könnten wir sowieso nichts daran ändern. Aber vielleicht stimmt das so nicht ganz.

Die meisten von uns könnten einen regelmässigen Feel-Good-Moment gebrauchen. Und das Gute ist: Es gibt Dinge, die anderen helfen und gleichzeitig unser eigenes Gefühl von Sinn, Zufriedenheit und Selbstwert stärken.

Es muss nicht laut oder spektakulär sein. Oft sind es die leisen Entscheidungen, die am meisten bewirken. Was wir kaufen. Was wir konsumieren. Bewusste, mitfühlende Kaufentscheide, zum Beispiel mehr pflanzliche Produkte, sind ein Teil davon.

Und wenn du das Bedürfnis hast, noch etwas Konkreteres zu tun, gibt es eine weitere schöne Möglichkeit: Freiwilligenarbeit.

Alles, was es braucht, ist die Bereitschaft, Zeit und Präsenz zu schenken. Wie viel, das bestimmst ganz allein du.

Kannst du dich erinnern, wann du das letzte Mal jemandem wirklich geholfen hast?

Und wie sich das angefühlt hat?

Freiwilligenarbeit macht glücklich

Freiwilligenarbeit unterstützt Menschen, Tiere und die Umwelt. Sie stärkt Gemeinschaften. Und jeder noch so kleine Einsatz trägt dazu bei, die Welt ein Stück besser zu machen.

Doch der Effekt endet nicht dort. Für dich als freiwillig engagierte Person kann es Stress reduzieren, depressive Verstimmungen lindern, den Geist aktiv halten und ein starkes Gefühl von Sinn vermitteln.

Selbst einfache Formen von Unterstützung können sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken.

Wenn ich denjenigen helfe, die sich nicht selbst helfen können, fühle ich mich oft gleichzeitig traurig und glücklich. Traurig wegen des Leids, das existiert. Und glücklich, weil ich nicht wegsehe, sondern etwas dagegen tue.

Studien zeigen sogar, dass Helfen jene Hirnareale aktiviert, die mit Freude und Zufriedenheit verbunden sind. Wir sind buchstäblich dafür gemacht, zu geben. Je mehr wir geben, desto verbundener und erfüllter fühlen wir uns oft.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu engagieren, je nach Interesse und verfügbarer Zeit. Zum Beispiel:

  • Basteln oder Backen für Spendenaktionen
  • Fahrdienste
  • Unterstützung an Informationsständen
  • Fundraising
  • Fotografie
  • Büro- oder administrative Arbeiten

In der Schweiz gibt es viele wunderbare Organisationen. Eine davon ist NetAP, die regelmässig freiwillige Helfer:innen für ganz unterschiedliche Aufgaben sucht.

Vielleicht ist das ein guter Moment, kurz innezuhalten. Wie könnte Freiwilligenarbeit dieses Jahr in deinem Leben aussehen?

Ich engagiere mich seit vielen Jahren für Tier- und Tierrechtsorganisationen in der Schweiz. Ein grosser Teil meiner Arbeit dreht sich um Information und Aufklärung: wie Tiere behandelt werden, wie viel sie leiden und welche Auswirkungen das auf unseren Planeten, den globalen Hunger und das menschliche Wohlbefinden hat.

Und immer wieder landen wir bei den täglichen Entscheidungen. Auch beim Einkaufen.

Schau dich um. Was berührt dich? Wofür schlägt dein Herz? Wie viel Zeit kannst du realistisch geben?

Vergiss nicht: Alles zählt.

Selbst kleine Akte der Freundlichkeit machen die Welt ein bisschen besser.

Ich verspreche dir, du wirst es nicht bereuen. Es gibt deinem Leben einen sanften, glücklichen Schubs.

 

PS: Lass dich von dieser Schweinefamilie inspirieren, die einem Fisch hilft.





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